Der Bau ist aus Bruchstein gemauert, die Gewände der Fenster sind aus rotem Sandstein. Der in allen Teilen fein ausgewogene Innenraum wirkt mit seinem reichen Rokoko-Stuck wie ein Festsaal. Zwar lässt sich unter dem reichen Laub- und Blattwerk kein religiöses Motiv finden, aber der Lobpreis des Künstlers und der Natur spricht auch im sakralen Raum. Sowohl das Thema als auch die Ausführung lassen den Stuckateur des Rastatter Schlosses, Johannes Schütz, erkennen. In einem amtlichen Schreiben von 1915 an das erzbischöfliche Bauamt heißt es: »In Griesheim hat man es mit den schönsten Stuckarbeiten des Landes zu tun, ein höchst wertvolles Kunstdenkmal.«

Ein Grund, warum man die immer wieder geforderte und als dringend notwendig erkannte Erweiterung hinausgeschoben hatte.
Wie in Barockkirchen üblich, sind die je vier Fenster an beiden Seiten des Langhauses nicht farbig, sondern mit einfachen Butzenscheiben versehen. Das schöne Maßwerk des gotischen Fensters im Erdgeschoss des Turmes ist durch den Hochaltar verdeckt. Ein neues Fenster wurde bei der Erhöhung des Chores in die Ostwand des Turmes gebrochen und dadurch ein besonderer Lichteffekt für die Dreifaltigkeitsgruppe im Giebel des Altares gewonnen.
