Unserer lieben Frau in Weingarten
Unsere Kirche der lieben Frau liegt im Osten der alten Reichsstadt Offenburg zwischen Karlsruhe und Freiburg, etwa in der Höhe der französischen Nachbarstadt Straßburg. Die Kirche war bis etwa zum Ende des 16. Jahrhunderts der Mutterpfarrei Heilig Kreuz in Offenburg zugehörig. Früher wurde hier, wie auch heute noch, Weinbau betrieben. Der Weinbau ist um 1242 das erste Mal urkundlich bezeugt, fand aber höchstwahrscheinlich schon früher statt. Der Anbau des Weines wurde früher in Gärten betrieben. Erst nach der Rodung der Waldgebiete war ein Anbau des Weines in steileren Lagen möglich. Diese Möglichkeit wurde schon früh von dem nahegelegenen Gengenbacher Kloster genutzt. Heute wie damals ist der erstklassige Wein, der heute in der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg eG ausgebaut wird, unter der Marke Zeller Abtsberg noch weit über die Region bekannt.
Die Wallfahrtskirchen Mariä Ruh (1497) und Mariä Schmerzen (?) wurden im laufe der Jahrhunderte zwischen den Weingärten errichtet. Schon wesentlich früher, so etwa um 1242 wurden diese beiden Häuser bereits 'locus dictus celle' genannt. Der Name 'celle' (Zell) bedeute ursprünglich Mönchszelle, Einsiedlerzelle oder eben Kapelle. Daraus kann man Folgern, dass es also auf der Zeller Gemarkung ein kleines Heiligtum gegeben haben muss. Ob dieser Standort und der heutige Standort jedoch übereinstimmen ist ungewiss, da die Kirche innerhalb der städtischen Gemarkung liegt. In der Barockzeit bekam die Kirche/Kapelle dann einen anderen Namen. Man nannte sie "Maria ad nives in vineis"-"Maria Schnee in Weingarten". Dieser Titel wurde in Anlehnung an das legendäre Schneewunder in Rom vergeben. So pilgerten Jahrhunderte lang Frauen zur Kirche "Unserer lieben Frau", sogar noch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.
Auch heute gehören zu unserer Kirche noch zwei große Gemeinden Zell-Weierbach und Fessenbach. Wir laden sie jederzeit recht herzlich in eine unserer Gottesdienste nach Zell-Weierbach ein. Nähere Bekanntgaben zu den Gottesdiensten gibt es im örtlichen Mitteilungsblatt der Kirche oder im Mitteilungsblatt der Gemeinde.
Orgel
2002 wurde die neue
Winterhalter-Orgel eingeweiht. Sie hat 32 Register mit 1600 Pfeifen. Es ist einmalig in der Erzdiözese Freiburg, dass eine Orgel in Kostenhöhe von ca. 1 Million DM bei der Einweihung vollständig bezahlt ist und der Gemeinde keine Schulden bleiben. Es wurde sogar ein Überschuss erwirtschaftet, der den finanziellen Grundstock für die Gründung der Konzertreihe, der "Weingartenkonzerte" ermöglichte. Nach den Zuschüssen des Ordinariates Freiburg und der Stadt Offenburg haben wir mit namhaften Summen vieler Einzelpersonen, Familien, kirchlicher Gruppierungen und Vereine großzügige Spenden erhalten.
Sa. 19.12.2026
09:30 - 12:30