St. Peter und Paul

Die heute Kirche St. Peter und Paul in Offenburg-Bühl wurde ab 1862/63 an der Stelle ihres Vorgängerbaus, auf dem namensgebenden "Bühl" errichtet. Kirche und Gemeinde blicken auf eine lange Geschichte zurück.
Wer Offenburg in Richtung Strasbourg verlässt, sieht alsbald zur Linken einen schlanken, neugotischen Sandsteinturm aufragen, rötlich in der Morgen- oder Abendsonne leuchtend. Es ist der Turm der Pfarrei Bühl-Dorf. Das Gotteshaus selber steht auf einer kleinen Anhöhe, auf einem der wenigen "Bühle", die es überhaupt in der Ortenau gibt. Dieser "Bühl" bildete einst das Ufer der in mehreren Rinnsalen dahinfließenden Kinzig, bis Tulla ihr in der Kinzigkorrektion einen neuen Lauf gab. Und von diesem "Bühl", auf dem die Kirche steht, erhielt das ganze Dorf seinen Namen.
Die gelungene Innenrenovierung der Pfarrkirche 2013
Die Zurückgewinnung neugotischer Stilelemente war eines der Ziele der Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Dies gelang nicht zuletzt durch den gezielten Einsatz der Farbe Rot. So waren die entsprechenden Stilelemente zuletzt im Zuge früherer Renovierungen in den Hintergrund getreten. Insofern waren sich Pfarrer Eberhard Murzko, der Pfarrgemeinderat und der Stiftungsrat ebenso wie das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg mit dessen Architekten Joachim Berger einig, bei der erneut anstehenden Innenrenovierung die Neugotik ein Stück weit in die Kirche zurückzuholen.
Anlass für die erfolgten Maßnahmen waren Sicherheitsauflagen, denen die Kirche bis dato nicht genügte. So mussten die Emporenbrüstung erhöht und die Fenster auf der Empore umwehrt werden. Auch die Sprossen des Treppenaufgangs zur Empore wurden sicherheitstechnisch erneuert. In Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde und dem Erzbischöflichen Bauamt entwarf der Restaurator Bernhard Wink ein Gesamtkonzept für die Bühler Kirche. Dabei gelang es, die bis dato einheitliche Gestaltung aufzulockern - nicht zuletzt dadurch, dass die Farbe Rot an markanten Stellen eingesetzt wurde.
Anlass für die erfolgten Maßnahmen waren Sicherheitsauflagen, denen die Kirche bis dato nicht genügte. So mussten die Emporenbrüstung erhöht und die Fenster auf der Empore umwehrt werden. Auch die Sprossen des Treppenaufgangs zur Empore wurden sicherheitstechnisch erneuert. In Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde und dem Erzbischöflichen Bauamt entwarf der Restaurator Bernhard Wink ein Gesamtkonzept für die Bühler Kirche. Dabei gelang es, die bis dato einheitliche Gestaltung aufzulockern - nicht zuletzt dadurch, dass die Farbe Rot an markanten Stellen eingesetzt wurde.

In Rot wurde zunächst das ursprünglich schwarze Kreuz im Chorraum gestaltet, das so etwas wie den optischen Mittelpunkt der Kirche bildet. „Das war ein Wagnis", wie Pfarrer Eberhard Murzko betont. Offenbar ist dieses Wagnis gelungen. Rote Farbtöne wurden daher auch an den Einfassungen der Fenster und am Chorbogen aufgenommen. Ein wichtiges Anliegen der Gemeinde war die Rückkehr der Figuren des Petrus und des Paulus von den Seitenwänden in den Chorraum. Zuvor wurden sie restauriert und farblich ebenfalls im Blick auf den neugotischen Stil der Kirche gestaltet.
Eine räumliche Auflockerung wurde auch durch eine Veränderung des Kreuzwegs der Kirche erzielt. Die einzelnen Stationen wurden in einem kleinen Abstand von der Wand neu auf flachen Sockeln angebracht. Im Zusammenspiel dieser Maßnahmen ist eine erhebliche Aufwertung des Kirchenraums gelungen. Dazu kommt ein liturgischer Akzent: Als Entsprechung zum Tabernakel, der sich auf der rechten Seite des Chorbogens befindet, wurde links eine Vorrichtung für das Evangeliar geschaffen. Somit kommen die beiden „Säulen der Eucharistiefeier" - das Wort und das Sakrament - auch optisch zum Tragen.

Adresse
St. Peter und Paul
Bühler Straße 56
77652 OG-Bühl
Bühler Straße 56
77652 OG-Bühl