Aus der Vogelperspektive überragt sie die Silhouette der Stadt. Sie wurde 1906 bis 1908 im Stil einer romanischen Basilika gebaut.
Die Kirche ist eine romanische Basilika mit Querschiff, wobei der Sparsamkeit wegen nur Chor, Seitenschiffe und Empore eingewölbt, das Hochschiff aber mit einer Holzdecke versehen wurde. Aus dem gleichen Grund hat man auf eine Verkleidung der Außenwand mit Haussteinen verzichtet und nur Verputz benutzt.
Ihre Lage, bei der die Hochschiffachse in die Mitte der Friedrichstraße trifft, ist glücklich gewählt. Die Chorseite ist frei, das Gebäude mit seinen beiden wuchtigen, rund fünfzig Meter hohen Türmen ist von allen Seiten gut sichtbar und bestimmt das Straßenbild der Offenburger Oststadt. Die Kirche gehört nicht zu den alten in der Stadt. In den Jahren 1906 - 1908 nach dem Plan von Johannes Schroth, Karlsruhe, erbaut, wurde sie im September 1917 zum Sitz einer Pfarrerei mit etwa 5000 Mitgliedern. Einige Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg sind längst ausgebessert. Heute ist die Kirche von innen und außen renoviert.


Die ehemals reichhaltige Ausmalung der Kirche durch den Offenburger Kunstmaler Augustin Kolb mit der Darstellung der acht Seligkeiten, Szenen aus dem Leben des Heligen Franz von Assisi und des Heiligen Aloisius sind heute nicht mehr zu sehen.

Das Geläute von fünf Glocken hat die Firma Bachert in Karlsruhe geliefert. Spenden deckten die Kosten von rund 16.000 Mark.
Kronennenwirt Josef Schimpf stiftete die große Glocke und die Glocke Karolus, die anderen drei sind Geschenke der Witwe Rosa Kern, des Eisenbahnpersonals von Offenburg und des Bauunternehmers Ludwig Fischer.
Das Pfarrhaus an der Friedrichstraße hinter dem Chor entstand 1908/09 ebenfalls im neuromanischen Stil.

Bei der Grundsteinlegung am Himmelfahrtstag, dem 24. Mai des Jahres 1906, legte man in den Grundstein, der im linken Turmpfeiler ruht, eine Urkunde mit einem Exemplar der zuletzt erschienenen "Offenburger Zeitung", eine versiegelte Flasche Wein aus dem Keller der Spitalverwaltung und einige, in einer kupfernen Büchse eingelassene und verlötete Münzen. Die Urkunde hatte folgenden Wortlaut:

Die Stadtgemeinde Offenburg zählt zur Zeit 15.434 Einwohner, worunter etwa 11.300 Katholiken sind, und hat zum Oberbürgermeister Herrn Fritz Hermann, Pfaffer der katholischen Gemeinde ist Emil Ritzenthaler, der in der Seelsorge von einem Prediger, Herrn Emil Wassmer und drei Vikaren, den Herren August Karle, Franz Xaver Schmiederer und Fridolin Amann, unterstützt wird. Das örtliche Kirchenvermögen verwaltet der Katholische Stiftungsrat, bestehend aus dem Pfarrer als Vorsitzenden, sowie den Herren Oberbürgermeister Hermann, Rechtsanwalt Bächler, Rechtsanwalt Friedmann, Baurat Hergt, Privatier Simmler, Kaufmann Stephan und Privatier Tonoli. Der Plan zur Kirche, die auf dem von der Stadtgemeinde geschenkten Platze erbaut wird, ist von dem Vorstande des Erzbischöflichen Bauamtes Karlsruhe, Johannes Schroth, aufgestellt und der Aufwand für den Rohbau zu 292.000 Mark veranschlagt. Mit der Aufstellung der Detailpläne ist Architekt Paul Rammeiser und mit der örtlichen Bauleitung Heinrich Scheuer vom Erzbischöflichen Bauamte betraut.
So möge denn der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes, ruhen auf dem Bau und auf allen, die ihn fördern, auf daß er werde eine Stätte des Friedens und des Heils für die jetzigen und für alle kommenden Geschlechter.
So möge denn der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes, ruhen auf dem Bau und auf allen, die ihn fördern, auf daß er werde eine Stätte des Friedens und des Heils für die jetzigen und für alle kommenden Geschlechter.
Offenburg am Feste Christi Himmelfahrt, dem 24. Mai 1906."

Heute bietet die Kirche wieder einen schönen Anblick, nachdem die Gemeinde bereits 1952 das Dach neu decken, die Schäden an Turm, Wänden und Fenstern ausbessern und 1959/60 die Innenrenovation durchführen ließ.
